Über Quickmail – News

St. Gallen, 13. Dezember 2019

Quickmail wirbt rund ums Bundeshaus für freie Auswahl im Postmarkt

Mit der Frage "Liebe Parlamentarier, warum dürfen wir in der Schweiz die Farbe unseres Briefkastens frei wählen, nicht aber den Briefdienstleister?" macht Quickmail auf mehreren Plakaten in Bern darauf aufmerksam, dass die Schweiz inzwischen das letzte Land in Europa ist, das noch ein Briefmonopol kennt, und fordert das Parlament auf: "Zeit, um modern zu werden!"


Quickmail-Geschäftsführer Bernard Germanier begründet die Plakate: "Die vergangenen drei Legislaturen waren in der Postpolitik durch völligen Stillstand geprägt. Der Bundesrat hat den Handlungsbedarf zwar erkannt und die jeweils zuständigen Bundesrätinnen haben sich als dossierfest erwiesen. National- und Ständerat halten aber selbst in Zeiten von Digitalisierung und boomendem E-Commerce verbissen daran fest, dass die Zustellung adressierter Werbung und von Paketen eine Staatsaufgabe sein muss. Zudem legen National- und Ständerat mit ihrer bisherigen Politik auch der Schweizerischen Post unnötige Fesseln an."

Das Parlament übersehe völlig, dass private Postanbieter Arbeitsplätze schaffen, bei der Elektromobilität führend sind und für Innovationen sorgen, so Germanier. Quickmail habe vier Erwartungen an die zukünftige Postpolitik:

  • 10 Jahre nach der Reduktion des Restmonopols von 100 auf 50 g soll dieses entfallen oder zumindest ein nächster Schritt gemacht werden, indem das Restmonopol auf 25 g gesenkt wird.
  • Die indirekte Presseförderung darf nicht damit verbunden bleiben, dass die Post die betroffenen Presseerzeugnisse zustellt. Heute ist die indirekte Presseförderung auch eine Postförderung und verhindert den freien Wettbewerb auf Kosten der Steuerzahler.
  • Der im Postgesetz vorgesehene Zugang zu Postfächern muss auch umgesetzt werden. Das Schlupfloch in der Postverordnung muss geschlossen werden, wonach die Post von Wettbewerbern einen fast ebenso hohen Preis verlangen kann, wie von Endkunden.
  • Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist ein grosser Postkunde, vergibt ihre Aufträge aber ohne Ausschreibungen. Zum Beispiel in Deutschland ist die öffentliche Hand die grösste Kundengruppe bei privaten Briefdiensten und geht so deutlich sparsamer mit Steuergeldern um.